Sie findet ein Portemonnaie (keinen Schuh) und er ist ein Milliardär (kein Prinz), doch dieses Mal dreht Aschenputtel den Spieß um …

Julia: Kostproben in einem Supermarkt anzupreisen, ist nicht gerade mein Traumjob. Und trotzdem bin ich hier, mit einem Tablett in der Hand und einem falschen Lächeln ins Gesicht gekleistert. Das einzige Highlight ist, ihn zu sehen. Ich kenne seinen Namen nicht, aber wenn ich ihn wüsste, würde ich ihn in meinen schmutzigen, von ihm inspirierten Träumen schreien. Er ist verdammt gutaussehend, voller Selbstbewusstsein und Macht. Er hat noch nie mit mir gesprochen. Hat niemals überhaupt in meine Richtung gesehen. Doch eines Tages fällt er mir buchstäblich vor die Füße. Jetzt habe ich seinen Geldbeutel. Ich weiß, wo er wohnt. Und ich habe online Nacktbilder von ihm gefunden.

Es ist nicht die Bruschetta auf ihrem Tablett, die er zu gerne mal probieren möchte …


Bastian: Ich habe Models, Ärztinnen und Firmenchefinnen gedatet, doch irgendetwas an Julia Rominger hat mich fasziniert … und mehr als nur ein bisschen erregt. Vielleicht sind es ihre üppigen Kurven, die mich verrückt machen. Oder die Tatsache, dass sie keine Scheu kennt, mich zum Teufel zu schicken. Wie auch immer – sie hat mich von meiner schlechtesten Seite gesehen - mit meiner besten will ich sie umhauen. Ich weiß genau, wo ich sie berühren, wo ich sie küssen und wie weit ich gehen muss, um sie zum Wahnsinn zu treiben. Doch schon bald ist es nicht mehr genug, Julia zu befriedigen. Ich will sie besitzen. Sie soll mein sein. Und ich werde bis zum bitteren Ende kämpfen, um ihr Herz zu gewinnen.

Marissa

Was andere von uns halten, ist für meine schrecklich vornehme Mutter das Wichtigste. Doch als sie darauf besteht, dass ich meinen reinrassigen, aber betrügenden Ex-Freund zurücknehme, würde ich mich eher mit einer Salatgabel erstechen. Also platze ich heraus, dass ich einen neuen Freund habe. Einen wie … den super heißen Typ gegenüber im Restaurant, der mir irgendwie bekannt vorkommt und der nächste James Bond sein könnte.

Es stellt sich heraus, dass er der Hauptdarsteller meiner liebsten, kitschigen Science Fiction Seifenoper ist. (Verurteilt mich nicht.) In einem Moment fantasiere ich über Borg und seine grüngefärbten Bauchmuskeln. Im nächsten Moment macht mir Simon Dale ein Angebot, das mein sexhungriger Körper nicht abschlagen kann.

Simon

Ich habe Lust auf eine Filmrolle, die mich von der B-Promi-Liste holt, doch ich brauche kein Drehbuch, um die Szene zwischen Marissa und ihrer Mom deuten zu können. Obwohl ich eine Londoner Kanalratte bin, die noch nie mit einer Fürstlichen verkehrt hat, schlüpfe ich leicht in die Rolle von Marissas vernarrtem Freund. Warum? Weil ich im Gegenzug einen Gefallen brauche – eine dauerhafte Beziehung, gerade lange genug, um meine Produzenten davon zu überzeugen, dass ich meine wilde Lebensweise geändert habe.

Problem: Ich gehe aufs Ganze in dieser Beziehung – und bin kurz davor, das zu verlieren, was mich kaputt machen könnte. Mein Herz.

Caleb

Als Fotograf weiß ich Kontraste zu schätzen. Die steife, versnobte Göre im Flieger von New York entpuppt sich als ängstliche, verletzliche Frau, die mein Herz erwärmt. Die eiskalte Cola, die sie über meinen Schoß verschüttet, führt zum heißesten Sex meines Lebens in einer Umkleidekabine in Los Angeles.

Als ich zusehe, wie sie weggeht, fühle ich etwas, das ich noch nie zuvor empfunden habe. Ich bedauere ein wenig, dass ich sie niemals wiedersehen werde. Doch wir begegnen uns sehr wohl wieder. Und sie treibt mich in den Wahnsinn.

Heather

Ich habe ganz offensichtlich den Verstand verloren.

Wie sich herausstellt, ist der Mann mit der tiefen, sinnlichen Stimme, der mich davor bewahrt hat, im Flugzeug von der Kotztüte Gebrauch zu machen, und der mich, entgegen meiner Natur, halb in der Öffentlichkeit zu anonymem Sex verleitet hat, der Fotograf der ersten Fotostrecke meiner Kollektion im Modemagazin Bella.

Schlimmer noch, unsere künstlerischen Vorstellungen gehen weit auseinander. Und jedes Mal, wenn wir uns die Köpfe einschlagen, sind wir am Ende irgendwie nackt.

Ich darf nicht zulassen, dass meine Hormone mein Urteilsvermögen trüben. Ich habe versucht, alles zu haben, und es hat nicht funktioniert. Ich muss aufhören, mir ein gemeinsames Leben mit ihm vorzustellen, und mich wieder auf das Wesentliche konzentrieren … bevor ich alles verliere.

Dani

Ich wollte Hunter Kiss nur sagen, wo er sich das schicke Handy, das er meinem kleinen Bruder offensichtlich als Bestechung geschenkt hat, hinschieben konnte. Sorry, aber es tut mir nicht leid, dass ich ihm damit auf die Nase geschlagen habe, doch Sportagenten, die mit Dollarzeichen in den Augen herumschnüffeln, müssen erst einmal an mir vorbei.

Doch jetzt klemme ich zwischen der Wand und Hunters nacktem Körper fest, schnuppere seine unglaublich heiße, frisch geduschte Haut … und versuche mich daran zu erinnern, dass ich eine starke Frau bin, die auf eigenen Füßen steht, und nicht eine seiner Eroberungen mit Wackelpudding in den Knien. 

Hunter

Ich mache College-Football-Spieler zu Stars, ohne sie bestechen zu müssen, und es kotzt mich an, dass Dani Cross mir das nicht abnimmt. Doch Ärger ist nicht das einzige Gefühl, das sie in mir auslöst. Die gepiercte Tätowiererin mit den pinkfarbenen Haaren ist so heiß, dass sie mich fast meine eigene Regel vergessen lassen will: eine Nacht pro Frau, keine Ausnahmen.

Nur, dass sie mir nicht einmal so weit traut, wie sie mich werfen kann. (Und glaubt mir, diese Frau hat einen Arm!) Sie ist verletzt worden, und ich gehe mal davon aus, dass Honig um ihren nicht vorhandenen Bart zu schmieren nicht ausreichen wird, sie den Schmerz vergessen zu lassen. Doch zum ersten Mal in meinem Leben bin ich bereit, alles auf eine Karte zu setzen – selbst wenn ich ihr mein Herz anbieten muss, um den Deal unter Dach und Fach zu bringen.

Die Beilage der Woche wird sie nicht, aber mal Kosten kann ja nicht schaden, oder?

Jenna

I
ch liebe Lee Bowers. Und das ist ziemlich daneben.

Er ist wie ein Bruder für mich, doch ein Bücherwurm wie ich würde niemals in seine Promikoch-/Serienherzensbrecher-Welt passen. Ich gehe keine Risiken ein. Die Rechtsverdreherei füttert mein Bankkonto. Anonymes Gourmetbloggen speist meine Seele.

Doch eines Nachts, in einem rotweininduzierten Stimmungstief, habe ich im Schutz der Anonymität mein Herz in einem Blogpost ausgeschüttet, und zu spät bemerkt, dass meine betrunkenen Finger auf „posten“ anstatt auf „löschen“ geklickt haben.

Meine Damen und Herren der Jury, ich bin im Arsch.


Lee

Zuerst wollte ich die beliebte Gourmetkritikerin aufspießen, die mein Restaurant so brutal verunglimpft hat – und das offensichtlich, während sie gleichzeitig meinen Hintern angestarrt hat. Aber wisst ihr was? Sie hat Recht. Wenn ich in letzter Zeit überhaupt in der Küche war, dann mit einer heißen Blondine und, ähm ... einer Zucchini.

Irgendwo zwischen meiner ich-werde-sie-um-Haus-und-Hof-klagen-Wut und unerwartetem Kuscheln mit Jenna nach einer heißen Nacht, entdecke ich zufällig die Identität dieser Bloggerin - und reiße mit quietschenden Reifen das Ruder herum.

Ich liebe Jenna Harrison. Und ich werde es ihr beweisen, mit einer anonymen, sexy SMS nach der anderen.

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